Der Götakanal – das längste Abenteuer Schwedens, wurde 2007 175 Jahre alt. Er ist eine Kulturerbestätte, die zum schwedischen Bauwerk des Jahrtausends gewählt wurde. Heute ist der Götakanal ein Erlebnisgebiet mit Sehenswürdigkeiten und Urlaubsaktivitäten für die ganze Familie – und das alles eingebettet in eine schöne Landschaft und einzigartige Kanalatmosphäre. Mit dem eigenen Boot durch den Kanal zu fahren ist ein geruhsames Erlebnis mit 5 Knoten, abgewechselt durch das spannende Passieren von Schleusen.
Der Kanal ist 190 km lang, verläuft zwischen Sjötorp und Mem und hat 58 Schleusen, wovon 8 einfache und zwei Doppelschleusen in der Gemeinde Söderköping liegen. Die Bedeutung des Kanals als Transportweg währte kurz, doch als technisches Wunderwerk und eine der größten Sehenswürdigkeiten Schwedens behauptet er sich noch heute. Der Götakanal fließt nah vorbei am Ramunderberg durch die Innenstadt von Söderköping.

Der Kanalhafen
Der Kanalhafen in Söderköping mit 50 Gastliegeplätzen und Blaue Fahne-Standard, verwandelt die Stadt im Sommer in einen Treffpunkt für Menschen und Schiffe aus vielen Gegenden der Welt. Hier versammelt man sich, um dem Schleusenbetrieb zuzuschauen, Restaurants und Cafés zu besuchen und vielleicht Dienstagabends einen Abstecher zum Tanz am Kanal zu machen. Im Kanalhafen findet man auch kleine Läden, Ausstellungen und Verkauf von Kunsthandwerk. Die größte Eisdiele Schwedens, „Smultronstället“, liegt direkt an der Schleuse, und von hier aus fährt die Bimmelbahn „Tuffe“ zu ihrer Fahrt durch die Stadt los.
Eine Sehenswürdigkeit am Kanalhafen ist die umgebaute Siloanlage „Fyrtornen“ („Der Leuchtturm“) mit attraktiv gerundeten Wohnungen – ein garantiert exklusiver Ort zum Wohnen. Nirgendwo sonst kann man in einem Silo wohnen!
Vom Hafen fahren im Sommer täglich mehrere Schiffe zu Besucherzielen in den Schären St. Anna ab, u. a. nach Mem, Stegeborg, Capella Ecumenica und Harstena. Die Schifffahrten finden Sie unter dem nebenstehenden Link.
Kunst und Ausstellungen
Im Kanalhafen gibt es die schöne Skulpturengruppe „Rabbit Crossing“ von Eva Fornåå mit zwei Gruppen von Kaninchen auf jeder Seite des Wassers. Sie ist Teil von „Visionen am Wasser“ mit mehreren Kunstwerken entlang des Kanals. In Mem findet man z. B. das Kunstwerk „Utpost“ („Außenstelle“). An der Schleuse steht die Skulptur „Slussvaktaren“ („Der Schleusenwächter“) von Elis Nordh, die zum 150-jährigen Jubiläum 1982 entstanden ist.
Im Kanalhafen gibt es einen handybasierten Stadtführer über den Kanal und die Ausstellung „Kanalgräber“ über die Grabung und wie Söderköping durch den Kanal geprägt wurde. Hier findet man auch eines der Schilder aus der Ausstellung „Söderköping unter unseren Füßen“, das von der St. Ilianskirche und dem Friedhof sowie Anderem, was sich hier im Mittelalter befand, berichtet.